Ich bin eine offene, lebensfrohe Künstlerin. Ich liebe die Sonne, das Meer, die Farben und die Natur – all das fließt auf direkte und oft intuitive Weise in meine Arbeit ein. Malerei begleitet mich, seit ich denken kann: Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinem Vater gemalt. Diese frühe Erfahrung mit Farben prägt meine künstlerische Haltung bis heute.
Seit dem Jahr 2000 gestalte ich kontinuierlich als bildende Künstlerin, vor allem großformatige abstrakte Arbeiten. Auch wenn jedes Gemälde ein Ausdruck hochgeholter Emotionen vergangener oder aktueller Geschehnisse ist, tragen meine Bilder in der Regel keine Titel. Ich möchte dem Werk keine feste Bedeutung geben, sondern einen offenen Raum schaffen, in dem Betrachter*innen ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Emotionen entdecken können.
Abstraktion ist für mich essenziell. Gegenständliche Motive würden von dem ablenken, was mich im Kern interessiert: Emotion, Bewegung und innere Zustände. Ein zentrales Thema meiner Arbeit ist die innere Freiheit die Frieden entstehen lässt. Emotionen – persönliche wie kollektive – finden in gestischen, oft rhythmischen und schnellen Phasen ihren Weg auf den Bildträger. Pausen gehören ebenso zum Prozess. Aus diesem Wechsel entstehen eine spürbare Harmonie und eine ausgewogene Komposition. Ich arbeite stets an mehreren Bildern und Themen gleichzeitig und switche bewusst zwischen ihnen, um Abstand, Klarheit und Präzision zu bewahren.
Das Anmischen der Farben im Vorfeld, hat eine zentrale Bedeutung. Sie charakterisieren das jeweilige Thema. Die Farbe und das Zusammenwirken, wie auch das Verhältnis der Farben zueinander entscheiden schließlich, ob ein Bild reizvoll und interessant ist oder nicht.
Fast alle meiner Gemälde lassen unterschiedliche Hängungen zu. Gedreht oder überkopf verändern sie ihre Wirkung und eröffnen neue Perspektiven. Dies ist Teil des Werkes – auch über den Entstehungsprozess hinaus.
Meine Kunst versteht sich als Einladung: zum Innehalten, zum Spüren – und zur Freiheit, eigene Bedeutungen entstehen zu lassen.